Sängerformanten

für Sing- UND Sprechstimme

Als Sängerformant bezeichnet man starke Teiltonausprägungen um 3000 Hz.

Dieser Frequenzbereich sorgt aus unterschiedlichen Gründen für gute Tragfähigkeit und Prägnanz der Stimme und damit für eine Reduktion des Aufwands fürs Sprechen.

Das Entstehen der Sängerfomanten im eigenen Klang zu verfolgen ist ungeheuer spannend und nimmt einen gefühlsmäßig mit. Die Leistungsfähigkeit und Leichtigkeit der Stimme sowohl bei sich selbst als auch bei anderen zu erleben kann umwerfend sein.

Der Sängerformant stellt vieles auf den Kopf, was man bisher für “wahr” in Bezug auf die Stimme hielt. Die “Stütze” z.B., als irgendein Körper- oder Atmungsprogramm, könnte als Phänomen und Begriff durchaus auf der  Müllhalde der Geschichte landen.

Prägnanz und Hörbarkeit

Warum ist der Sängerformant gut für die Tragfähigkeit? Das hat zum einen mit den Klangspektren anderer Klänge (Störgeräusche z.B. oder Orchester) zu tun. Diese sind in diesem Bereich in der Regel relativ schwach ausgeprägt. Zum anderen mit Form und Eigenfrequenzen von Ohrmuscheln und Eustachischen Röhren. Der Sängerformant ist im wahrsten Sinen “eingängig”, wird gut gehört.  In der neuronalen Verarbeitung haben hohe Frequenzen einen besonderen Stellenwert, was sich vielleicht auch in der Emotionalität ausdrückt, mit der sie erlebt werden..

Sängerformanten entwickeln

Um den Sängerfomant zu entwickeln, bedarf es eines aufs Hören ausgerichteten Stimmtrainings.Wichtig ist, die Vorstufen zu den Sängerformanten als solche zu erkennen und diesen Entwciklungsphasen Zeit zu geben. Dazu gehört einiges, was man in konventioneller Stimmarbeit schnell als “Nebengeräusch” abtut und zu vermeiden, bzw. zu verstecken sucht. Die Linien dieser Pädagogik zu ebschreiebn würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Vieles von dem, was in anderen Artikeln gesagt wird, spielt da mit hinein.

In der Praxis treten spezielle Formen der Alexander Technik, des Feldenkrais sowie unzähliger Spielmöglichkeiten fürs Hören auf den Plan. So unterschieldich die Unterrichtsstunden auch aussehen mögen - die Sängerformanten sind der zentrale Puntkt, um den sich alles dreht.

Kunst und Wissenschaft

Das Phänomen Sängerformant faszinierte nicht nur die Kunstwelt, sondern auch die Wissenschaft, und in dem Phänomen beühren sich beide, wie sich in der Grudnlagenarbeit des Lichtenberger Instituts und anderen zeigt. 

Sängerformanten in der Sprechstimme

Für den klassischen Gesang sind die Sängerformenten zumindest in der Theorie kein Fremdwort mehr. Neuerdings finden sie auch in der Logopädie Berücksichtigung in der Bewertung von Stimmen und Stimmgüte. Im Funktionalen Stimmtraining wird sie seither mit einbezogen, und für mich, als “Schauspieler von Haus aus” sind sie in der Stimmarbeit ganz selbstverständlich.

In der Sprechstimme sind sie natürlich schwieriger “dingfest” zu machen, weil die Vokale im Sprechen relativ kurz sind. Das heisst aber nicht, daß man sie nicht auch in der Sprechstimme hören und auch mit Meßmethoden nachweisen könnte. 

Sängerformant im Unterricht

In meinen Einzelstunden und Seminaren können Sie - sei’s als Sänger, sei’s als Schauspieler -in Kontakt kommen mit Ihrem Sängerformant und seine vielgestaltigen Wirkungen kennen lernen - auf Sie selbst wie auf den Zuhörer.

Buch “Die souveräne Stimme”

Auch in meinem 2. Stimmbuch wird der erste Sängerformant ausführlich dargestellt - sowohl im Sonagragmm als auch in den Hintergürnden sowie in zahlreichen Übungen. Siehe etwa auch auf dieser Site: http://www.stimme-koerper-klang.de/html/das_neue_buch.html